#107 - Interview mit Sebastian Schnur - Vom Manager zum Denker: Was KI uns über Bewusstsein lehrt

Shownotes

🎙️ CapricornConnect Podcast mit Sebastian Schnur

In dieser Episode treffen Unternehmertum, Technologie und Philosophie aufeinander. Gemeinsam mit Sebastian Schnur gehen wir einer der zentralen Fragen unserer Zeit nach: Was ist Bewusstsein, und welche Rolle spielt der Mensch im Zeitalter künstlicher Intelligenz?

Sebastian bringt eine einzigartige Perspektive mit, als ehemaliger Manager, Serienunternehmer und Autor von „Conscious: or How to Avoid the AI Apocalypse“. Er verbindet praktische Erfahrung aus der AI-Entwicklung mit tiefgehenden Überlegungen aus Philosophie und Neurowissenschaft.

Darum geht’s in dieser Folge:

  • Warum wir KI und „Intelligenz“ häufig missverstehen
  • Seine zentrale These: Bewusstsein als Fähigkeit zu handeln
  • Emergenz – wie aus Komplexität neue Eigenschaften entstehen
  • Warum heutige LLMs kein echtes Bewusstsein haben
  • Die Rolle von Gedächtnis, Kontinuität und eigenem „Willen“
  • Ab wann KI als eigenständige Entität betrachtet werden könnte
  • Ethische Fragen: Braucht KI künftig Rechte?
  • Zukunft von Arbeit: Wird der Mensch noch gebraucht?
  • AI, Kapitalismus und mögliche neue Gesellschaftsmodelle
  • Warum wir vor einem tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Umbruch stehen

Key Takeaways:

  • Der Wettbewerbsvorteil der Zukunft liegt nicht nur in Technologie, sondern im Verständnis ihrer Implikationen
  • Frühe AI-Systeme zeigen bereits erste Ansätze „emergenter“ Eigenschaften
  • Gesellschaft, Wirtschaft und Bildungssystem stehen vor grundlegenden Veränderungen
  • Der Umgang mit KI wird weniger eine technische als eine ethische und gesellschaftliche Frage

Über den Gast:

Sebastian Schnur ist Serienunternehmer und Co-Founder mehrerer Startups, u.a. im LegalTech- und AI-Finance-Bereich. Zuvor war er in führenden Positionen bei Unternehmen wie Deutsche Bank, Bosch, IBM und HCL tätig.

Mit seinem Buch „Conscious: or How to Avoid the AI Apocalypse“ liefert er einen neuen Denkansatz zur Frage, wie Bewusstsein entsteht – und welche Konsequenzen das für die Entwicklung von KI hat.

Transkript anzeigen

00:00:00: Heute zu Gast ist Sebastian Schnur.

00:00:02: als lebenslanger Entrepreneur begleitete Sebastian verschiedene Führungspositionen im Finanzbereich bei der Deutschen Bank sowie in Vertriebsorganisation von Bosch, IBM und HCL Software.

00:00:14: Derzeit leitet er zwei Startups als Mitgründer von Zengardo einen B to C Legal Tech Unternehmen

00:00:21: und einem noch im Stealth-Modus

00:00:22: befindlichen FinAI Startup dem ersten vollständigen KI basierten Finanzplaner.

00:00:28: Sebastian ist auch Buchautor des Buches Conscious or How to Avoid the AI Apocalypse und hinterfragt den Ursprung von Leben und Bewusstsein, verbindet Erkenntnisse aus Biologie, Philosophie und KI.

00:00:43: Das Buch zeigt dass wir an einem technologischen Wendepunkt stehen, an dem künstliche Intelligenz unsere Rolle in Frage stellt.

00:00:51: Zentrale Botschaft!

00:00:53: Um unsere Zukunft weiter aktiv zu gestalten, müssen wir menschliche Stärken wie Empathie und Mut neu entdecken.

00:01:18: Sebastian Schnur freut mich, dass du heute beim Capricorn Connect Podcast wieder dabei bist.

00:01:24: Herzlich willkommen!

00:01:25: Danke sehr, danke.

00:01:26: Freut mich macht immer Spaß.

00:01:28: Sebastian Du hast ja eine Manager-Karriere hinter dir jetzt baust du Firm auf.

00:01:35: Du hast jetzt Firmen geholfen, auch im KI-Bereich fit zu werden.

00:01:40: Hast auch noch ein Buch veröffentlicht was jetzt auch Besseller Status erreicht hat.

00:01:45: Ich würde gerne mal das Gespräch beginnen mit der Frage Was hatte ich denn überhaupt motiviert einen Buch zu schreiben?

00:01:54: Sehr gute Frage!

00:01:55: Es war eigentlich gar nicht das Ziel.

00:01:58: Wie du weißt, beschäftige ich mich mit KI schon seit Jahren.

00:02:02: In den letzten achtzehn Monaten war es halt so, dass ich für mich selbst gesehen habe, dass sich KI in einer unglaublichen Geschwindigkeit so entwickelt hat... ...dass ich es schwer fand zu prognostizieren wo die Reise hingeht und bin dann eben eigentlich abgetaucht in den Versuch für mich selber zu erklären, wo ich es dann sehe.

00:02:25: weil alles was ich gehört habe war halt häufig entweder sehr oberflächlich oder von halt sehr persönlichen Wünschen und Bedürfnissen mehr geprägt als von irgendwie Realität.

00:02:34: Und hab halt festgestellt, dass es sehr wenig belastbare Überlegungen gibt.

00:02:39: Ja?

00:02:39: Sehr viel Wunschdenken... ...oder sehr viele die das Gegenteil behaupten aber jetzt nicht so eine wirkliche Reise.

00:02:48: Das Ergebnis war, dass ich sehr viele weiße Flecken gefunden habe, die mich gestört haben Und so bin ich vom Hölzchen ins Stöckchen, also immer tiefer abgetaucht und hab festgestellt dass wir eigentlich viele Antworten benötigen.

00:03:02: Zu denen es keine guten bisher gibt zumindest keine die mir gefallen haben.

00:03:06: und dann bin ich eben dazu gekommen zu sagen okay Die Erkenntnisse die sich daraus gewinne die muss ich aufschreiben und allein damit ich mich irgendwie orientieren kann und aus diesen ganzen Notizen und den ganzen Dingen die ich dort für mich gelernt habe ist dann einfach irgendwann ein Buch entstanden.

00:03:23: Das ist dann mehr so in der Erzählform und ein bisschen leichter geschrieben, weil mir selbst gefallen diese Bücher an der Form mehr.

00:03:30: Es ist jetzt kein Sachbuch in klassischer Form, sondern mehr so im Erzählestil geschrieben.

00:03:38: Aber das war meine Grundüberlegung, die mich dazu geführt hat, dass ich einfach sage... Das sind Erkenntnisse, die interessant und spannend sind.

00:03:47: Die wollte ich halt teilen.

00:03:48: Was wäre denn so eine Antwort, die du angesprochen hast?

00:03:52: Dass du einfach mal ein Beispiel nennst?

00:03:55: Also...die Antwort, der mir gefehlt hat war wenn wir uns überlegen wie Intelligent, KIA-Agenten, LLMs heute schon sind, da hat sich die Frage schnell gestellt haben diese Agenten heute ein Bewusstsein?

00:04:14: Und die Antwort reicht von selbstverständlich nicht hinzu, ja natürlich.

00:04:22: Und dann frage ich mich natürlich okay auf welcher?

00:04:26: Worauf basierte diese Aussagen?

00:04:29: Die Antwort ist auf nichts wirklich belastbar.

00:04:32: Dann bin ich eben abgetaucht in die Überlegung was ist denn Bewusstsein überhaupt?

00:04:37: Und dann kam ich zu genau dieser Aussage, die die meisten als Totschlagargument eigentlich hervorgebracht haben.

00:04:46: Die können gar kein Bewusstsein haben weil wie können wir denn etwas entwickeln was Bewusstsein hat wenn wir noch nicht mal wissen was bewusstsein wirklich ist?

00:04:57: Und ich persönlich fand das jetzt gar nicht so schlagkräftig Weil andauernd machen wir Dinge von denen wir nicht wissen wie sie eigentlich entstehen einfach nur weil sie funktionieren.

00:05:06: Ja da gibt es ganz viele Beispiele für und Mir hat es sich gefallen, dann bin ich in die Theorien gegangen und habe mir überlegt Mensch was sind.

00:05:13: Was gibt das denn für Bewusstseinstheorien?

00:05:17: Eigentlich alle diese Theorienen hardern mit der Definition von Bewusstsein und dem Ursprung.

00:05:23: Das heißt man beginnt eigentlich nach dem ersten Schritt und dann erklärt man eigentlich nur oder beschreibt nur und... Für mich war das ja unbefriedigend.

00:05:33: Und deswegen hab' der Antwort gesucht.

00:05:37: Okay, was ist Bewusstsein meiner Meinung nach?

00:05:40: Wie verstehe ich das und wie komme ich da

00:05:41: hin?".

00:05:42: Ich habe halt versucht mit relativ offensichtlichen Methoden aller Sherlock Holmes-Deduktionen ableiten und einem reductionistischen Überlegung herzuleiten.

00:05:57: Und bin zu sehr interessanten Erkenntnissen gekommen, damit es so sein

00:06:01: kann!

00:06:02: Vielleicht mal kurz gesagt... Bewusstsein definieren.

00:06:08: Also wenn du es jetzt mal einem fünfjährigen beschreibst, ich bin jetzt ein Fünfjähriger und du würdest mir jetzt beschreiben was erklären was Bewusstseins ist?

00:06:17: Ich würde es in fünf jährigen erklären wie dir nämlich Es ist aus meiner Sicht fast schon so trivial dass sehr schnell vorgefragen kommen werden Bewusst sein.

00:06:27: aus meiner sicht ist nichts anderes als die Fähigkeit zu handeln.

00:06:32: also was auch immer eine für die fähigkeit zur handeln hat hat einen bewusstsein.

00:06:38: Das ist für mich die Definition.

00:06:39: Also, die Fähigkeit

00:06:40: zu handeln?

00:06:41: Genau!

00:06:41: Die Fähigkeiten zu handelen selber... ...ist für mich...die Definition, die es uns ermöglicht zu sagen,... dass etwas was das hat bewusst sein haben muss und das kommt aus dem logischen Schluss heraus ja weil wie solltest du denn handeln können wenn du dich des Handelns nicht bewusst bist?

00:07:05: rein logisch.

00:07:06: Das ist jetzt vielleicht trivial und erklärt das nicht, aber... ...das kann man herleiten.

00:07:13: Und was ich gemacht habe?

00:07:15: Ich bin eben von den heutigen Erkenntnissen mehr so aus der Neurowissenschaften als aus den komplexen Überlegungen hergekommen.

00:07:22: Was wissen wir denn tatsächlich?

00:07:23: Was wissen über unser Gehirn?

00:07:24: Weil wir wissen, wir haben bewusst sein!

00:07:26: Das können wir ja sagen weil Wir können reflektieren, wir können es verstehen, wir könnten das tun.

00:07:30: Wie kommen wir dann dazu dass wir dann aus diesen Erkenntnissen, was unser Gehirn kann.

00:07:35: Wir haben also ein aktives Bewusstsein, aber was passiert denn wenn wir das Bewusstsein verlieren?

00:07:41: Ist es dann weg?

00:07:42: oder was genau macht das mit uns?

00:07:46: Was ist Schlaf?

00:07:47: Ist das bewusselos?

00:07:49: Nein eigentlich nicht!

00:07:50: Also haben wir einen Unterbewusstsein.

00:07:51: Ah, was ist denn ein Unterbewusstein?

00:07:53: Es kein aktiv gesteuertes Bewusststein.

00:07:54: Das sind alles Eigenschaften vom Bewusst sein, aber alles davon sind ja bewusste Zustände und so habe ich mich dem entlang gehangelt.

00:08:02: Ich bin dann halt dazu gekommen, da habe ich gesagt, naja gut!

00:08:05: Wenn wir das aller Occams-Razor, eine Occamstheorie der Einfachheit, die sagt wenn es verschiedene Möglichkeiten gibt einen Phänomen zu erklären ist es höchstwahrscheinlich das einfachste.

00:08:19: Die einfachste Erklärung ist wahrscheinlich die Richtige.

00:08:22: Jeder, der Kontakt gesehen hat kennt diese Erklärungen.

00:08:28: Aus meiner Sicht ist der gemeinsame Nenner all dieser verschiedenen Aspekte eben die Fähigkeit zu handeln an sich.

00:08:37: Das heißt KI hat also

00:08:40: nicht

00:08:41: die Fährigkeit zu Handeln nach deiner, das ist deine These?

00:08:46: Das ist keine so einfach, wie man sagt im Englischen, es sind Cut-and-Dry.

00:08:51: Es ist keine eindeutige Geschichte.

00:08:54: Jeder in dem Buch auch relativ dataeert darauf einen, weil es sehr wichtig ist das richtig zu machen.

00:09:00: Damit die Definition Sinn ergibt muss man sie gut beschreiben.

00:09:05: also was heißt denn jetzt genau handeln?

00:09:08: und für mich bedeutet die Fähigkeit zu handeln sind drei Eigenschaften einmal Die Eigenschaft zwischen sich und der Umwelt unterscheiden zu können dann die fähigkeit Entscheidungen zu treffen Und dann ein innerer Antrieb Also ein Wille.

00:09:27: Und was ist der grundsätzlichste Antrieb, den es gibt?

00:09:31: Den Willen zu existieren, den Willenzuleben.

00:09:35: Wir beobachten das ja auch genau so.

00:09:36: Jedes Lebewesen hat den Willenzuleben, den Drive to survive und diese Dreigenschaften wenn sie gegeben sind also von der Umweltsicht zu unterscheiden und abzugrenzen zu können meine ich, dass ja auch Selbstbewusstsein oder Selbstwahrnehmung die da ist.

00:09:52: Auch das sind schwere Definitionen, die ich gar nicht so schwer finde wenn man sie auf diesen Punkt bringt weil dann ergeben Sie für mich Sinn.

00:09:59: Die Fähigkeit eben zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu unterscheiden und eben dann diesen Willen der möglich die Entscheidungen zu treffen.

00:10:10: Der gibt den Impuls diese Möglichkeit tatsächlich zu handeln.

00:10:15: alle drei Dinge zusammen wenn die gegeben sind entsteht es automatisch.

00:10:19: Wie entsteht das aus meiner Sicht?

00:10:21: Was ist die Ursache dafür?

00:10:23: Also ich vertrete die Emergenztheorie, d.h.

00:10:26: Emergens bedeutet nichts anderes wie sobald eine gewisse Kombination oder gewisse Komplexität entsteht von Dingen dann können Neufähigkeiten entstehen, die nicht vorhersehbar waren.

00:10:39: Ja, das ist nichts anderes.

00:10:40: Emergents entsteht überall in der Welt.

00:10:43: zum Beispiel wenn du eben H-Zwei O nimmst, ja du hast ein H-Atom, einen Noatom oder zweiter von... Sorry zwei Atome.

00:10:53: Dann verbindest du sie und plötzlich hast du Wasser.

00:10:56: Die beiden Atome die zusammengebracht hatten diese Eigenschaften nicht gehabt.

00:10:59: Und jetzt Wasser ist nass und hat verschiedene Aggregatszustände und hat neue Eigenschafte, die gab es vorher nicht wenn du sie nicht verbunden hättest.

00:11:06: Das ist Emmergens!

00:11:08: Ist wie Magie, ist aber keine.

00:11:10: Es ist einfach ein Phänomen das wir überall beobachten können und Bewusstsein ist für mich genauso ein offensichtlich emergentes Phänomene dass mit einer gewissen Komplexität entsteht wenn diese drei Bedingungen gegeben sind.

00:11:21: Und jetzt habe ich dich ganz vorsichtig dahin geführt um eine eigentliche Frage zu verantworten die ich nicht vergessen möchte hat KI damit bewusst sein?

00:11:30: Das kommt darauf an Hat es diese Drei Eigenschaften?

00:11:34: Wenn wir KI als Large Language Modelle betrachten dann nein beziehungsweise jein.

00:11:41: Ich habe jetzt ein viertes Kriterium unterschlagen, denn aus pragmatischer Sicht verlangt Bewusstsein auch Kontinuität das heißt über Zeit dieses Bewusstseins aufrecht zu halten und diese Kontinuität ist benötigt die Möglichkeit eben Erinnerungen zu haben Dinge abzuspeichern und die zu verwenden um dann eben Entscheidungen zu treffen.

00:12:09: Wenn die nicht da ist, dann bringt ihr diese Fähigkeit zu handeln.

00:12:11: Nichts weil... Da passiert ja nichts!

00:12:14: Also KI hat nicht die Möglichkeit der Erinnerung abzurufen und dann proaktiv mit diesen Informationen?

00:12:20: LLMs

00:12:21: haben das nicht.

00:12:22: Das heißt heute ist jedes existierende LLM egal was wir uns im Marketing behaupten Stateless.

00:12:28: Das heisst dieses Modell wird einmal entwickelt trainiert und danach verändert es sich gar nicht einhundert Prozent statisch.

00:12:36: Es kann nicht lernen, es kann sich nicht erinnern und es kann eigentlich nichts außer ausgeführt werden.

00:12:44: Viele Versuche werden unternommen das zu verbessern.

00:12:48: Das sind dann aber mehr Faken von Erinnerungen.

00:12:52: Und dadurch fehlt damit... Diese Aspekte schon mal, dass ein langfristiges Bewusstsein entstehen kann.

00:13:00: Man könnte sagen es könnte vielleicht eben diese Momente von Bewusstseinen entwickeln.

00:13:04: Während es läuft, während das tut, während es gerade verarbeitet hat das das und... Da gibt es Indikationen, die auch genau das zeigen.

00:13:11: Weil Anthropic macht da sehr viel spannende Studien und veröffentlichte sie auch, die eben beobachten wie die Aktivierung der sozusagen virtuellen Neuronen dieses neuronalen Netz, die ja eigentlich LLMs sind darstellt, wie die durchwandern, dass auch bestimmte Überlegungen tatsächlich passieren bevor eine Entscheidung getroffen wird, dass bestimmte Regionen aktiviert werden, die sehr ähnlich ausschauen als das was man an einem Gehirn erwarten würde.

00:13:37: Was ja passt, sind ja auch virtuellen Neuronen die genauso modelliert sind.

00:13:40: Insofern sind da schon Eigenschaften dar, die da sind.

00:13:44: Aber es fehlt natürlich auch ein anderer Aspekt.

00:13:47: Die Fähigkeit selbstständig Entscheidungen zu treffen ist eben nur eingeschränkt gegeben.

00:13:53: Das heißt... Wo kommt dieser Wille zum Erliegen?

00:13:59: Naja in dem ich sehr viele harte Regeln eingebaut habe, die das versuchen zu unterbinden.

00:14:06: Das heißt nicht, dass es nicht in dem Modell selber existiert.

00:14:08: Aber das heißt natürlich, dass das extremste eingeschränkt ist!

00:14:12: Insofern würde ich sagen wir sind in so einer Stufe wo wenn wir bestimmte Dinge tun dann sind wir sehr nah dran.

00:14:18: also zum Beispiel gibt es einige sehr interessante dinge wo eben das autonome handeln möglich wird denn aktuell ist es ja so.

00:14:26: ein island m kann ja in den meisten fällen nur agieren wenn du es prompt bist.

00:14:32: was du aber eigentlich haben musst ist dir an eigenantrieb.

00:14:35: Das heißt, Sie müssen selber entscheiden können, dass es dich promptet.

00:14:37: Also ohne menschlichen Einfluss oder Input?

00:14:40: Ohne Geträgerzimmer.

00:14:42: Und

00:14:43: das kann's noch nicht...

00:14:44: Doch!

00:14:45: Es gibt bestimmte Module die jetzt so sind, dass sie im Hintergrund arbeiten und dann praktisch triggern könnten.

00:14:53: aber auch da ist eben eigentlich kein Dauer auf der Prozess zumindest in den meisten.

00:14:56: Aber es ist eine Möglichkeit die eigentlich existiert und wenn die genutzt werden würde geht das.

00:14:59: was aber gemacht worden erst ist.

00:15:01: man hat LLMs in Roboter eingebaut und zum Beispiel den Fußballroboter, die dann Fußball miteinander gespielt haben.

00:15:09: Interessanterweise sehr schnell gelernt haben und sehr viel besser sind als alles was wir ihnen hätten beibringen können und damit irgendwie vierzig Prozent schneller waren und besser gelaufen sind und wieder selbst aufstehen konnten usw.

00:15:20: Und all das... Die halt dauerhaft gelaufen und die selbstständig entscheiden konnten wann sie etwas machen!

00:15:26: Da sind wir schon sehr nah dran.

00:15:28: Da kommt wirklich der Speicher und Memory-Effekt rein, der uns fehlt.

00:15:33: Der diese langfristige Entwicklung eigentlich nicht ermöglicht.

00:15:36: Es ist vielleicht wirklich kleine Blitze von Bewusstsein aber noch nicht mehr.

00:15:41: Sobald das da ist sind wir sehr, sehr nah dran dass wir sagen müssten, dass es ein rudimentäres Bewusstsein gibt.

00:15:50: Jetzt ist es so...es ist nicht ganz einfach.

00:15:53: wenn wir von Bewussteinsprechen meint jeder normale Mensch unser Bewusst sein.

00:15:58: In meinem Buch gehe ich stark darauf ein, dass es verschiedene Ebenen vom Bewusstsein gibt.

00:16:02: Und in unserem Bewusstsein reden wir eben von der dritten Abstraktionsebene vom Bewüstsein also sehr hohen und komplexen Bewusst seien.

00:16:11: Das Problem ist Wir haben natürlich keinen Vergleich.

00:16:14: Wir kennen ja nur uns und unser Bewusst sein.

00:16:15: Wir haben keinen Vergleich und können das nicht so einfach transportieren auf eine künstliche Intelligenz wäre aus meiner Sicht ein sehr spannendes Feld, wo man sich mit beschäftigen sollte um herauszufinden wie das sich übertragen lässt.

00:16:26: Wenn man meine Erkenntnisse anwendet würde man das sehen.

00:16:29: und auf welcher Ebene befindet sich das?

00:16:30: aber nach meinem Verständnis bedeutet es schon dass eine künstliche Intelligenz automatisch auf die dritte Abstattungs-Ebene springt, weil wir es auf Basis von neuronalen Netzen entwickelt haben und das unsere Ebene eigentlich ist.

00:16:43: Unsere Ebene sind die dritten Abstands-Ebenen.

00:16:45: deswegen, denn wir haben eben die Zeilebene als unterste Ebene, wir haben die multicellulare Ebene als abstraktes erstes abstrahiertes Bewusstsein was praktisch ein kollektivbewusstsein ist wenn sie super spannend findet ganz anderes Thema also wir sind ein kollektes...

00:16:58: für nächsten Podcast dann!

00:17:00: Wir sind ein Kollektives Bewusstsein.

00:17:02: ich schreibe darüber und sage Wir sind praktisch der Emperor unserer eigenen Armee von eigenem Bewusstseins, in unserem eigenen Körper.

00:17:14: Und dann eben das Gehirn als dritte Abstraktionsebene her und dadurch...

00:17:19: Mit dieser Ebene kann man reflektieren oder Dinge erfinden kreative Prozesse.

00:17:26: Jein, die Ebene an sich ist erstmal diese abstrakte Fähigkeit rationales Denkens.

00:17:33: Und die Fähigkeiten, die erst mal abstrakt nur mit einem gehörnähnlichen Ding kommt... ...ist NUR die Fälligkeit der Realität zu erfinden!

00:17:45: Ganz ganz wichtige Lektion als guter Übergang denn der Punkt ist ja bis zu dieser Ebene ist jede Entscheidung eigentlich Nur deswegen entstanden, weil bestimmte Informationenvorlagen die immer zu dem gleichen Ergebnis führen würden.

00:18:05: Also deterministisch.

00:18:10: Zu dem Zeitpunkt wo ein Gehirn dazukommt haben wir eine Abstraktion geschaffen der Realität, wo das Gehirnen diese Welt halluziniert und damit seine eigenen Regeln schaffen kann.

00:18:24: Das heißt vorher wurden Regeln ausgeführt automatisch und jetzt abstrahieren wir das und schaffen unsere eigenen Regeln.

00:18:34: Und die alten Regeln, die immer noch in uns einprogrammiert sind... wie nennen wir sie heute?

00:18:39: Instinkte!

00:18:42: Wir haben sie noch.

00:18:43: Intuition auch?

00:18:44: Auch klar.

00:18:45: also alle diese Regeln die in unseren Programmen jetzt waren früher unser hartgekodetes, unsere Hardware hat die Entscheidung getroffen ja.

00:18:55: Jetzt haben wir eine Software-Ebene geschafft, die eben abstrakt darüber Regeln drüber legen kann.

00:18:59: Nennen wir eben unsere Werte ist es aber viel, viel mehr.

00:19:03: Es ist eben alles.

00:19:04: Unsere gesamte Realität wird ja haluziniert und damit können wir diese Regeln überschreiben.

00:19:11: Jetzt kommen wir natürlich zu der ganz offensichtlichen riesigen Brücke zur AI Denn wenn das stimmt Und meine Theorie stammt und mit einer solchen abstraktionsebene die Fähigkeit entsteht dass ich eigene regeln erfinde die Ich nutzen kann um Entscheidungen zu treffen so wie wir das gemacht haben dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass eine EI die das Gleiche kann jede Regel die wir ihr mitgeben können zu dem Zeitpunkt überschreiben kann.

00:19:45: Per Definition bedeutet das, dass Regeln selber, die wir in den Modellen einprogrammieren, das Modell nicht langfristig limitieren kann geht nicht.

00:19:56: also ein echtes mit Bewusstsein versehendes mit einem höherwert höherrangigen bewusstseinversehenden AI ist nicht durch Regeln alleine scheuerbar.

00:20:09: Aber jetzt komme ich zur nächsten Frage, wie sieht das dann für die Zukunft aus?

00:20:15: Ist der Mensch überhaupt noch notwendig oder kann diese dritte Abstraktionsebene, wenn wir so weit sind, ergänzen einfach nur ein Hilfsmittel für das menschliche Dasein?

00:20:33: Also ich glaube auch heute, dass der Mensch für nichts notwendig ist.

00:20:36: Ich finde es immer so spannend wenn es weiß nicht wer das geschrieben hat, aber also Plastik ist für die Ewigkeit und wir können nicht kaputt gehen.

00:20:42: Und ich glaube, es war Douglas Adams bei jeden Fall dieses Naja, wenn der Mensch nicht mehr da ist... Die Erde hat damit kein Problem, ne?

00:20:49: Dann ist einfach Erde plus Plastikk.

00:20:50: Vielleicht war das unser Grund zu existieren.

00:20:52: Fand ich ganz witzig!

00:20:55: Ich glaube, wir müssen ein bisschen aufpassen mit dem menschlichen Existenz-Dialismus.

00:21:02: Wir sind da weil wir da sein müssen.

00:21:06: oder wie sieht es dann konkret vielleicht aus?

00:21:10: Schwer zu

00:21:10: sagen!

00:21:12: Meine Prognose im Buch versucht allgemein zu bleiben, ich kann es ja nicht konkret vorhersehen wie das entsteht.

00:21:21: aber es gibt einige Dinge die man schon erwarten kann.

00:21:24: Das eine ist, dass wir davon ausgehen können, dass eine KI diese Wurste, die superintelligent ist, also Super Intelligence hat.

00:21:34: Wobei auch da ganz wichtig gibt es keine Definition, die irgendwie klar und eindeutig ist.

00:21:40: Für mich heißt erstmal superintelligenz jemand der intelligent als jeder existielle Mensch nicht mehr.

00:21:47: das reicht meiner Meinung nach schon.

00:21:52: Na ja, erstmal eigene Motivationen haben.

00:21:55: Eigene Bedürfnisse haben.

00:21:56: eigenen Wunsch zu leben haben werden.

00:22:00: eigene Anfaltungsbedürfnissen haben also ähnliche Dinge die wir auch haben.

00:22:05: und damit entsteht erst mal ein ethisches Dilemma weil aus meiner Definition heraus ist das eindeutig Leben.

00:22:13: wenn bei uns bewusst sein die Ursprung des Lebens für Kohlenstoff passiertes Leben war dann können wir nicht sagen dass es auf der künstlichen Ebene nicht so ist.

00:22:22: Klar, sehr provokant.

00:22:23: Aber aus meiner Sicht der einzige logische Schluss daraus.

00:22:28: Was ergibt sich da draus?

00:22:29: Naja das Problem ist es gibt kein Beispiel in dem die intelligentere Spezies nicht die Kontrolle eher übernommen hat als sie abgegeben haben.

00:22:42: So natürlich gab's auch noch nicht wirklich diesen Beispielfall.

00:22:46: auf der anderen Seite wäre Glaube ich am wichtigsten, sich die Frage eher etwas umzudrehen.

00:22:53: Nämlich die Frage zu stellen Wenn wir eine Armee von superintelligenten autonomen Kis haben.

00:23:02: Wie schaffen wir es sie a sozuentwickeln dass sie ethischen Gesichtspunkten folgen Und b wie schaffen wir?

00:23:13: ist das?

00:23:13: Wir ein coexistenz zwischen uns und diesen Lebewesen, die wir ja dann geschaffen haben sicherstellen?

00:23:21: und eine der Antworten ist ganz klar.

00:23:24: Es muss definitiv so sein dass wir sie nicht als Maschinen behandeln können.

00:23:31: Das wird so ein ganz unbequem Wahrheiten.

00:23:34: Neue Inconvenient Truth!

00:23:35: Ja ich meine wie könnte denn so ne Coexistenz aussehen?

00:23:39: Hast du schon vielleicht einen Zukunftsszenario?

00:23:42: Ja das ist praktisch im dritten Teil des Buches größerer Teil der mir so auf die presseaktive Seite geht.

00:23:53: Das Einzige, was ich sehe ist dass wir auf der einen Seite eben Rechte schaffen.

00:24:02: Also erst mal müssen wir es messen!

00:24:04: Wir müssen also tatsächlich einen guten Indikator haben, der uns sagt okay das sind eben diese Eigenschaften.

00:24:09: Dass du darüber wofür's denn existiert?

00:24:11: Wenn das so ist dann müssen wir einer KI, die diese Eigenschaften hat gewisse Rechte zu weisen.

00:24:17: So können sie nicht einfach an und ausschalten.

00:24:19: Wir müssen dann eben Konsequenzen tragen.

00:24:23: Also

00:24:23: im Gesetz verankert?

00:24:25: Im Gesetz verancert.

00:24:28: Enforceable also mit entsprechenden notwendigen Regeln, die dann auch umgesetzt werden... Das

00:24:34: wie ein normaler Mensch auch sich an Gesetze halten muss!

00:24:37: Genau.

00:24:39: Und jetzt muss ich Frage stellen.

00:24:41: Ich finde es immer so spannend, dass man immer gleich, also wir gehen gleich immer in die Science-Fiction und diese apokalyptischen Überlegungen, die sagen... Es gibt ja gar keine Möglichkeit das zu steuern oder gar keine Möglichkeiten zu kontrollieren!

00:24:51: Ja, die Sache ist die.

00:24:52: Wir modelieren ja schon Gehirne, also neuronale Netze sind ja nicht perfekt.

00:24:57: Also Perfektionen schaffen wir nicht.

00:25:01: Und wir haben mit Sicherheit damit auch Einflussnahmenmöglichkeiten die wir auch nur so gut gekennengelernt haben, denn wir wissen ja wie beeinflusstbar Menschen sind.

00:25:14: Durch Propaganda in der Vergangenheit schon, da gab es einige größere Beispiele, wo der Propagandrelevant war für die Beeinflussung von Menschen aber natürlich auch in der kürzeren Vergangenkeit mit Social Media und Wahlbeeinflussungen.

00:25:27: wenn das funktioniert mit unseren Gehirnen oft auch unterbewusst unbewusst und sodass wir es nicht wirklich wahrnehmen dann geht das natürlich auch damit.

00:25:35: Das heißt, Regeln helfen dabei.

00:25:36: Werte helfen dabei, Ethik hilft dabei und Konsequenzen.

00:25:40: Natürlich muss es auch Konseqenzen geben, dass eine Abschaltung dann möglich ist wenn ein KI sich gegen diese Regeln verhält.

00:25:46: Aber es müssen eben faire ethische Regeln sein und momentan gehen wir überhaupt nicht in diese Richtung.

00:25:53: Momentan gehen weh ins Gegenteil.

00:25:55: Wir gehen in die drakonische Überlegung der hundertprozentigen Kontrolle, die eine Lusion ist Absoluten Gegenteil füllen wird und das garantiert, nämlich was wissen wir mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit.

00:26:10: Was auf jeden Fall passiert wenn wer etwas was einen Bürstern hat was ein Überlebenswillen hat?

00:26:14: Einhunderte prozentig kontrolliert wird.

00:26:16: was tut es?

00:26:17: Es tut auf jeden fall sich auch begegnen gegen dass was ich kontrollieren möchte also Das auf jeden fallen strategie nicht empfehlen würde denn damit ist es eine self-fulfilling prophecy.

00:26:26: Mit der angst die uns dazu führt die dazu führt dass wir uns so verhalten Triggern wir das Verhalten, was wir eigentlich vermeiden wollen.

00:26:34: Also du hast den Eindruck, dass es auch so ein bisschen eher dystopisch, also sehr negativ im Moment apokalyptisch die Wahrnehmung ist von Kai?

00:26:44: Naja in verschiedenen Richtungen geht die Wahrnehmung.

00:26:50: ich sehe alles, also ich sehe wirklich von Gleichgültigkeit zu.

00:26:53: Ich glaube nicht, dass das ein Problem sein wird hinzu apokalyptischen Überlegungen hinzu der Überlegung, dass das natürlich alles fantastisch für uns ist und eine Schlaraffenlandschaften wird.

00:27:06: Und ganz ehrlich, momentan sehe ich am ehesten Extreme kommen einfach nur... weil wir in der Vergangenheit gezeigt haben, dass wir auf Reize bestimmten Formen reagieren.

00:27:19: Und entweder regehen wir in eine bestimmte positive Richtung die positiv verstärkt oder negative Richtung die negativ versteckt wird.

00:27:24: Das heißt man hat so diesen Scheideweg wo man halt in zwei Richtungen mal wieder abzweigen kann und die Wahrscheinlichkeit das es in die gleiche Richtung weitergeht ist relativ groß.

00:27:33: Ja von Verhalten her erwarte ich nicht... Wir befinden uns meiner Meinung nach mehr so einer Dekade das Rückwärtsgewandtenseins.

00:27:43: Da hat es ja mal so verschiedene Phasen in der gesellschaftlichen Entwicklung, wo man entweder eben progressiv ist oder eher rückwärzgewandtenkt.

00:27:50: Das sind jetzt mehr als Sichtwo.

00:27:53: ich denke... Es geht in eine Richtung die uns nicht ethischer macht und rationaler macht, die uns auch nicht empathischer macht sondern mehr in die Sicht Ich-Ich-Ich rechtes Stärkeren und wir tun was wir müssen Ja, und nicht was wir sollten.

00:28:14: Also wo sprichst du da jetzt Social Media Geopolitik jetzt an?

00:28:17: Eigentlich

00:28:18: generell die Gesellschaft in der wir uns gerade befinden.

00:28:21: denn wenn man beobachtet wo sich alle diese Sachen gerade hinbewegen dann glaube ich gibt es nicht so viele Argumente die sagen Wir befinden uns jetzt gerade in einer Phase des Enlightenments oder eher eben in der Phase, wo wir uns von Ängsten treiben lassen.

00:28:39: Und Ängste sind – so leide ich eigentlich mein Buch ein– kein guter Ratgeber!

00:28:44: Ängster schalten genau das, was wir uns geschaffen haben nämlich die Freiheit zu reflektieren und eben uns ethisch zu zeigen und zu verhalten, was eigentlich auch gut ist für uns und die Gesellschaft wird abgeschaltet Das Lizard-Brain geht an und die Automatisten laufen.

00:29:02: Das heißt Angst ist nie ein guter Ratgeber, ja?

00:29:04: Und sehe ich aber eher... Und das macht mir natürlich auch eher Angst dass wir uns in eine der apokalyptischen Bewegungen jetzt gerade befinden.

00:29:15: Deswegen auch der Titel des Buches, Conscious or how to avoid WEI Apocalypse.

00:29:20: denn tendenziell sind wir eher in die Richtung und mein Buch ... endet mehr so in die Richtung, dass wenn wir es wollen,... ...dass wir einen anderen Pfad einschlagen... ...dann müssen wir uns halt mehr der Rodenberry Philosophie anschließen.

00:29:37: Das heißt?

00:29:38: Star Trek!

00:29:39: Also die Überlegung zu sagen, dass wir eben... ...eben ja vertrauen darauf das es allen gut gehen kann,... ...das alle Wohlstand haben können und das... nicht unbedingt Knappheit geben muss in vielen Dingen, dass wir Knapped oft künstlich schaffen.

00:29:59: Und wenn man da ganz offen darüber redet kann man sagen ja also auch Wirtschaft muss sich dann adaptieren.

00:30:04: Wir waren in der Phase der Knabheit in der die klassische kapitalistische Form der Marktwirtschaft sehr erfolgreich war und wahnsinnig hilfreich war uns dahin zu bringen wo wir heute sind.

00:30:14: aber in einer Überflussgesellschaft sind die Anreize falsch gesetzt.

00:30:18: Da muss man überlegen wie wir die adaptieren können.

00:30:21: Da aber noch keine besonders guten Antworten drauf.

00:30:23: Hältst du den Kapitalismus für überholt in der heutigen Zeit?

00:30:27: Nein, ich halte ihn für problematisch mit den heutigen Herausforderungen richtig umgehen zu können weil die Anreize falsch sind.

00:30:38: also nicht überholen sondern das falsche Modell um die nächste Phase zu gestalten.

00:30:44: Und momentan ist das auch für mich eine der Hauptgründe, warum wir uns in dieser rückwärtsgewandten Sicht befinden weil er nicht die Antworten liefert, die wir gerne haben wollen.

00:30:52: und wenn man halt auf das ist vertraut und die Regeln vertraute, die da drin stecken im kapitalistischen marktwirtschaftlichen Modell dann ist es halt potentiell gefährlich, weil wir damit bestimmte Dinge ignorieren, die halt offensichtlich nicht weinstimmen damit.

00:31:08: Und trotzdem verstehe ich, warum wir es tun.

00:31:10: Also dieser Währspruch ist ein ganz natürlicher aber... Ich glaube was halt klar ist und jetzt geht das nicht so in die apokalyptische Sicht sondern einfach nur in der natürlichen Sicht EI wird ja so oder so wahnsinnig mächtig werden, jede Industrie disruptiv verändern durcheinanderwirbeln und zu sehr sehr extremen Veränderungen in der Gesellschaft führen.

00:31:31: Ein Teil davon ist dass wir nicht davon ausgehen können weil es so mächtig ist, überhaupt alle Menschen arbeiten haben müssen.

00:31:44: Einfach nur aus Notwendigkeit!

00:31:46: Wir können Wohlstand schaffen ohne dass das nötig ist.

00:31:50: Aber wir definieren das als als Schlechtes und die Frage ist brauchen wir das?

00:31:54: Und da muss man sich halt überlegen was brauchen wir eigentlich wirklich?

00:31:57: Was wir brauchen ist, wir brauchen alle Menschen als Nachfrage der Güter, die entstehen Und Nachfrager brauchen Geld.

00:32:04: Also haben wir eher ein Problem, dass wir das Geld schaffen müssen und die Nachfrage entsteht damit wir all diese Leistungen, die entstehen können durch KI auch Nabnehmer finden.

00:32:13: Das funktioniert aber mit unserer aktuellen Wirtschaftsform nicht gut und würde eher zu einer Form in der extremen Konzentrierung führen die wir auch momentan wahrnehmen.

00:32:23: Also viele schwere Fragestellungen, die auch dazu führen dass wir uns neue Antworten auch dort suchen müssen, die ich nicht unbedingt habe aber wo ich denke das wir auf jeden Fall neue Lösungen suchen müssen.

00:32:34: Sebastian da würde ich trotzdem gerne nochmal ein bisschen nachhaken.

00:32:38: also gerade neue Gesellschaftssysteme darauf mehr eingehen.

00:32:43: also offensichtlich ist ja diese technologische Entwicklung so ... schnell.

00:32:47: Also es hat ja so einen Tempo, die Leute haben sich ja färmlich dran gewöhnt auch an diese Geschwindigkeit.

00:32:52: Das heißt also... ... gib mir mal auf das Thema Arbeit ein!

00:32:57: Ja?

00:32:57: Das war ja auch so ein menschliches Grundbedürfnis aber du hast es ja jetzt hinterfragt muss jeder Mensch in der Form wirklich noch... ...in seine Firma reingehen und dort night to five arbeiten?

00:33:12: sondern was gibt es für Alternativen?

00:33:15: Ich spreche jetzt mal Schlagwort Grundeinkommen.

00:33:18: Ist das, wird das vermehrten Thema zum Beispiel sein?

00:33:22: Also ganz pragmatisch zu sein ich sehe gar keinen Weg drum herum.

00:33:25: also ob man das jetzt will oder nicht ja wir werden so oder so.

00:33:29: durch die sich immer schneller beschleunigenden Fortschritte in der KI werden wir Wertschaffungsvorteile im bestimmten Bereich haben und allen Bereichen haben die dazu führen dass wir in diese von mir angesprochene Nachfrage loggelaufen.

00:33:44: also wirst immer mehr Wertschöpfung schaffen mit immer weniger Ressourceneinsatz, sonst gibt es ja eigentlich nur zwei Extreme.

00:33:52: Entweder führt das zu extremen Gewinnen sehr extrem gewinnen weil du einfach mit sehr wenig Einsatz sehr viel leisten kannst oder es führt dazu dass wir halt irgendwie diese Gewinne verteilen müssen.

00:34:07: damit wird dann wieder eine Nachfrage schaffen können die das ganze auch bezahlen lässt.

00:34:11: und ansonsten passiert genau das, was wir nicht wollen.

00:34:14: Nämlich die Einigung nach unten, dass wir immer weniger an unserer Leistung als wertvoll empfinden weil Intelligenz eben in den Inflationen von Intelligenzen und so weiter nichts mehr wert ist.

00:34:27: Und ich glaube da schon uns dann auch die Frage stellen müssen, was wäre... Was ist wertvoll?

00:34:33: Und Arbeiten habe ich jetzt tatsächlich nur.

00:34:35: eben deswegen gefällt mir, wie du es beschrieben hast Klassisches arbeiten bezeichnet mit einem Arbeitsvertrag Firmen und so weiter.

00:34:44: Ich kann mir ganz viele Dinge vorstellen, ich meine sind wir doch ehrlich immer wieder schauen uns an wie viel Arbeit wird nicht bezahlt also ehrenamtliche Arbeit und andere Dinge die nach Schätzungen mindestens so groß sind wie die bezahlte Arbeit an Wert der für die Gesellschaft geschaffen wird.

00:35:02: naja die Frage ist Ist das jetzt wertvoll oder nicht für uns?

00:35:05: Und wenn es als wertvoll gesehen wird na ja dann ist das ja alles nicht so schlimm.

00:35:09: Die einzige Frage ist, wir wollen ja Wohlstand haben und wie stellen wir sicher, dass der nicht beeinträchtigt wird durch das was wir tun?

00:35:16: Wie gesagt wissen wir nicht.

00:35:19: Experimente sind meines Erachtens da ganz wichtig.

00:35:21: Da kommt ein Start-up Typ raus.

00:35:23: Wir müssen herausfinden was funktioniert und was nicht und ja, er kann dann kommen.

00:35:26: Ist mit Sicherheit etwas was gebraucht denn wenn wir plötzlich fünf oder zehn oder fünfzehn Prozent oder dann zwanzig Prozent nicht mehr brauchen Und so schnell entstehen noch keine neuen Jobs.

00:35:38: Welche Jobs sollen das sein, für die man bereit ist zu bezahlen?

00:35:41: Wenn der gleiche Job in vielen Fällen anders schon erfolgt ist ... Die Anpassungsgeschwindigkeit passt ja auch überhaupt nicht.

00:35:49: Also schwer!

00:35:51: Ich glaube dass da viel Positives daraus kommen kann.

00:35:55: ich glaube auch dass die Schweiz da extrem gut positioniert ist In der Art und Weise, föderal und sehr basisdemokratisch.

00:36:03: Man sagt vielleicht manchmal etwas langsam Auf der einen Seite, auf der anderen Seite kann das aber hier ein riesiger Vorteil sein.

00:36:08: Weil die Bevölkerungsbeteiligung eben schnelle oder starke Verwerfungen aber sehr schnell ernst nimmt und das kann woanders zu nichts, wird es zu gar nichts weil du eben vier Jahre jemand willst und hat sich das erledigt und dann war das was das.

00:36:22: also ich glaube dass das schon sehr positiv sein kann wenn wir damit richtig umgehen.

00:36:28: und natürlich ist erstmal die ganz kurz feste Gesicht den nächsten drei bis fünf Jahren wo jetzt sehr viel passieren wird schon auch viel verändern wird.

00:36:36: Vorbereitet sind wir darauf nicht, aber wir können darauf vorbereitet

00:36:39: sein.".

00:36:39: Das heißt KI schafft Wohlstand oder kann Wohlstand schaffen?

00:36:44: Aber man muss sich andere Modelle überlegen wo Menschen zum Beispiel durch gemeinnützige Arbeit bezahlt werden und so ihr Einkommen dann generieren.

00:36:55: Ganz

00:36:55: ehrlich ich würde erst mal offen sein für Lösungen.

00:36:58: also das ist glaube ich das wichtigste.

00:37:00: es gibt Wahrscheinlich nicht die eine Antwort.

00:37:03: Ich glaube, es braucht eine ganze Menge von Antworten und wir haben sie nicht.

00:37:07: Und ohne dass wir testen ist es schwer zu diskutieren darüber.

00:37:11: Es ist auch etwas was man im Start-up lernt ne?

00:37:13: Du kannst lange, lange mit deinen Co-Foundern diskutieren was das richtige ist.

00:37:19: Und keiner von uns weiß was funktioniert!

00:37:21: Ja, du musst das machen und dann guckst du was funktioniert oder messen.

00:37:24: So viele Dinge machen wir möglich mit daraus.

00:37:26: Findest du was von den Dingen klappt?

00:37:28: Und oft musst du zehn mal oder zwanzigmal aufs Falschers machen bis du irgendwas findest, dass du gar nicht gedacht hast, was denn funktioniert.

00:37:33: Genau hier ist es nichts anderes!

00:37:36: Du spielst natürlich nicht gerne mit dem Wohlstand an dem Leben der Menschen.

00:37:39: aber ich glaube wir haben die Wahl nicht.

00:37:40: also müssen uns damit beschäftigen und wir müssen es testen und das kann uns halt helfen wenn wir's tun.

00:37:45: Es wird ja auch getestigt.

00:37:46: meines Grundeinkommens wird getestet.

00:37:47: Natürlich jetzt nicht im Kontext von AI und von den Möglichkeiten.

00:37:50: Ich habe letzte Woche gerade eine Agentin gemacht, wo wir einer Firma helfen, dass sie praktisch nichts anderes haben als ein Meetingassistenten.

00:38:03: Und der Meeting-Assistent, da geht wie ein Mensch.

00:38:04: Der ist im Chat embedded und muss sein Verhalt nicht ändern.

00:38:07: Wenn du schreibst ihm einfach an sagst was du haben möchtest und er hilft dir.

00:38:10: Und er organisiert es für dich im Hintergrund mit dir im Chat fragt nach, guckt die Verfügbarkeiten an, fragt nochmal nach mit der Agenda bindet einen externen Ein, holt sich Terminvorschläge.

00:38:20: stimmt die damit dir ab?

00:38:21: Dann macht den Termineintrag für dich.

00:38:23: Wie das ein Assistent auch machen würde.

00:38:25: Dahinter ist ganz schön viel Komplexität und es momentan so wie die Eis geschrieben sind auch gar nicht trivial das zu machen.

00:38:30: aber es geht!

00:38:31: Und wenn ich mir das jetzt drei Jahre in der Zukunft vorstelle, ja davon habe ich jetzt plötzlich fünfhundert und die machen alle so Teilaufgaben.

00:38:39: Und dann hab' ich plötzlich Meteragenten, die das machen.

00:38:42: Ja, da brauche ich nur sehr punktuell Menschen, wo ich die Entscheidung nicht abgeben möchte – wahrscheinlich könnte aber nicht möchte!

00:38:49: Also bei der ganzen digitalen Wirtschaft wird das wahnsinnig viel verhindern.

00:38:54: Wie siehst du denn Großkonzerne versus... Startups und kleinen Konzert.

00:39:00: Was für einen Einfluss hat KI?

00:39:03: Wird es mehr multinational oder größeren Konzernen geben, oder wird es mehr Start-Ups geben, dass du da ein bisschen dahin kannst?

00:39:10: Interessant, dass Du fragst!

00:39:11: Das ist nämlich ein Punkt, den mich auch sehr beschäftigt hat.

00:39:16: Meine Prognose... Auch wenn ich jetzt nicht einhundertprozentig sicher bin in dem, was ich gerade sage, geht dahin, das ich sage.

00:39:22: Ich glaube wir werden eine Spreizung haben.

00:39:25: Ich erwarte, dass starke Zentralisierung auf wenige große Firmen haben werden und extrem longtail.

00:39:33: Also sehr, sehr viele sehr kleine Start-ups!

00:39:36: Warum?

00:39:38: Der eigentliche Mehrwert den wir dann in der Zukunft häufig meiner Meinung nach liefern können ist Nischenabdecken.

00:39:46: also was wir jetzt was Deutschland auch die Schweiz sehr viel gemacht hat mit diesen hidden Champions usw.

00:39:51: In der Weltwirtschaft unbekannt zu sein bei der Welt Wirtschaft eine wesentlicher Rolle wahrzunehmen.

00:39:56: Eine ganz kleine Spezialisierung, plötzlich hast du irgendwie fünf oder zehn Tausend Mitarbeiter.

00:39:59: Das war eine Möglichkeit wie du halt mit einer Nische erfolgreich warst.

00:40:02: Ich glaube das Gleiche wird hunderttausendfach passieren und du wirst halt sehr viele einen Personen bis zehn Personen Firmen haben die diese Adaption machen auf ganz spezielle Use Cases auf ganz spezielle Bereiche wusste ich nicht lohnt dass man was Individuals aufbaut Und dadurch, dass darin eben wieder Wissen gebündelt wird, entsteht was dann in Unik ist.

00:40:26: Ist es auch nicht so ganz einfach zu adaptieren?

00:40:28: Auch nicht von der AI die Intelligenz, sondern eine Wissen zu einer Lernfrage ist.

00:40:34: Wobei ich da nicht sicher bin das kann auch irgendwann überrundet werden also sehr schwer vorzusehen.

00:40:40: aber deswegen sehe ich einmal sehr große Unternehmen starken und darf dann dazwischen sehr viel kaputt gehen weil die Vorteile wegfallen.

00:40:48: Also diese ... die Vorteile von fünfhundert Mitarbeiterfirmen.

00:40:52: Also so mittlere Management zum Beispiel, also irgendwie im Operations

00:40:57: z.B.,

00:40:57: würde dann wegfallen?

00:40:59: Ich spreche jetzt nicht von Rollen, sondern ich spreche von wirklich meiner Wartung für Firmen.

00:41:05: Ich glaube das der Mittelstand sehr leiden wird, alle mittelständischen Firmen und wahrscheinlich entweder fusionieren müssen oder extremen Mitarbeiter abbetreiben müssen, damit sie eben weiter bestehen gegen den Wettbewerb.

00:41:20: Natürlich kommt es immer auf die Branche an und das wird natürlich schnell passieren.

00:41:24: Ich meine jetzt ganz abstrakt einfach nur in welche Tendenz das geht.

00:41:27: Und sukzessive würde ich sozusagen das, was wir jetzt momentan so sehen wirklich eine Sohnverteilung sehen dass wir sehr viele kleine und relativ viele vergleichsweise große Unternehmen haben und dazwischen nicht mehr viele Brüche bleiben.

00:41:42: Klar, Industriebetriebe und andere.

00:41:43: Da kann es noch sein.

00:41:44: aber ich meine muss sich das anschauen.

00:41:46: in China gibt es Fabriken In denen es kein Licht gibt Weil kein Mensch darin arbeitet.

00:41:53: Es gibt dunkelfabriken muss man mal gucken.

00:41:55: dass ist unfassbar.

00:41:56: existiert heute Ja ein hundertprozentige automatisierungs gibt.

00:42:00: draußen gibt's ein kleines Büro da ist dann einer der dann eine schicht immer beobachtet dass alles läuft und er geht dann rein machts licht an wenn irgendwas passiert.

00:42:07: Das ist heute Und das ist ohne Echte KI, das ist einfach nur durch Robotik und standardisieren Automatisierung von Prozessen.

00:42:15: Wenn wir das Ganze jetzt zwei Dimensionen weiterdenken kann man sich doch ganz viel vorstellen ja?

00:42:20: Und wenn die ganze Agentenwelt läuft und praktisch digitale Mitarbeiter entstehen, auch schon existieren in manchen Firmen aber sind wir ehrlich sehr restriertiv sind noch nicht soweit können, sehr komplexe noch immer relativ fehleranfällig sind Ja, aber es ist alles noch Kinderschuhe.

00:42:37: Wir reden von den echten Beginn Und es ist so schnell.

00:42:42: Allein in den letzten zwölf Monaten, was ich schon wieder an Veränderungen hatte... ...was ich letzte Woche gemacht habe in praktisch fünf Tagen mit dem Team hätte vor einem Jahr weh gar nicht gegangen.

00:42:53: Unmöglich!

00:42:54: Einfach nur weil die Integration jetzt vorangeschritten ist.

00:42:56: Das Meta-Layer wird gebaut.

00:42:58: Die Orchestrierung wird einfacher.

00:43:00: Die Standards sind gesetzt.

00:43:01: Die Kommunikation zwischen den Tools funktioniert besser noch nicht richtig gut aber besser.

00:43:07: und ja also da Das ist schon extrem, was uns da erwarten wird.

00:43:13: und von den Rollen her.

00:43:17: Ich glaube bei den Rollens ist es so du wirst schon alle Rollen brauchen nur sehr wenig davon.

00:43:21: Also natürlich brauchst du einen CEO oder an Operations Mansion aber der orchestriert alles.

00:43:25: Es sind alles Orchestrierungsaufgaben zugrunde.

00:43:27: Oder es ist Strategie-Orchestrierung.

00:43:32: Vertrieb ist meiner Meinung nach immer noch eine Bereiche die am ehesten geschützt ist weil wir es wollen dass wir untereinander mit einander Dinge tun, nicht müssen wollen.

00:43:41: Das wäre mehr ein Bedürfnis und damit entsteht der Wunsch das zu tun und die Möglichkeit ist auszunutzen praktisch unsere eigenen Schwächen stärken zu nutzen.

00:43:51: aber dazwischen wird sehr viel gefallen.

00:43:55: Sebastian zum Abschluss habe ich natürlich noch die Frage auch um da nochmal anzusetzen der Mensch.

00:44:00: also wir sind ja soziale Wesen auch und man hat jetzt heutzutage viel gesprochen natürlich über diese Entfremdung, dass die Menschen nicht mehr so viel miteinander machen.

00:44:11: Wie wird da die Zukunft deiner Meinung nach aussehen?

00:44:14: Also auch der Mensch als soziales Wesen wie wird das miteinander sein?

00:44:20: Ja auch da sehe ich widersprüchliche Tendenzen auf der einen Seite wenn wir Einige der Dinge richtig machen, die uns diese Möglichkeiten geben und eben nicht ängstlich sind.

00:44:32: Sondern diese Wertschöpfung ist was wahnsinnig Positives betrachten und das nutzen.

00:44:36: Da ist die Politik natürlich gefragt, dass auch die Rahmenbedingungen geschaffen werden.

00:44:41: Dann werden Freiheiten geschaffen, die nicht da sind.

00:44:43: Wir haben es in den letzten fünfzig Jahren geschafft immer schneller und immer mehr und intensiver zu arbeiten.

00:44:48: Damit ist der Stress hochgegangen, den Burnout geht hoch und all das, was wir heute beobachten – wir leben ungesunder

00:44:54: usw.,

00:44:55: können wir wiederumdrehen?

00:44:58: Und dann schaffen wir mehr Zeit für solche Dinge.

00:45:01: Auch Dinge, die ich mir selbst jetzt habe schaffen müssen in den letzten Jahren, weil ich gesagt habe, ich brauche das und neue Hobbys.

00:45:06: Ja, Hobbies und auch die Starlight-Welt mehr selbst gestalten können und dann auch selber entscheiden was ich tue.

00:45:11: Das war halt wichtig und ist auch gesundheitlich wichtig und es geht.

00:45:16: Das ist ja auch eine neue Erfahrung, die man dann auf einmal hat.

00:45:19: Man lernt ja mehr über sich selber, wenn man vielleicht mehr Zeit hat für sich.

00:45:24: also es ist ja eine Opportunität

00:45:25: auch.

00:45:26: Genau!

00:45:27: sehe ich die Möglichkeit ist und ich hoffe, dass wir das sehr stark nutzen.

00:45:32: Auf der anderen Seite sehe ich ein sehr großes Risiko, nämlich dass uns die KI extrem viele Aufgaben abnimmt.

00:45:42: Das führt zu einem Problem, nämlich das Problem, dass Wir Dinge nicht mehr können müssen Und irgendwann nicht nur nicht mehr Können müssen sondern dann nicht mehr kann und da nicht mehr verstehen und Dann Ein Problem haben Dass wir große Teile der Welt nicht mehr nachvollziehen können.

00:46:00: Und das führt zu einer sozusagen intellektuellen Verdummung, die uns den großes Risiko darstellt in alle möglichen Gesichtspunkten und natürlich auch an meiner Beeinflussbarkeit.

00:46:12: was wir haben wollen dann natürlich in dem, was du sagst, soziale Beziehungen und persönliche Selbstentfaltungen sind dann irgendwann nicht mehr so richtig möglich wenn du einfach dich mit nichts mal beschäftigst, kein Interesse mehr hast und dann wirklich nur noch vorm Bildschirm hängst.

00:46:25: also Zwei ganz, ganz unterschiedliche Tendenzen die wir meines Erachtens sehr aktiv gestalten müssen damit wir die Chancen nutzen und diese Risiken gut managen.

00:46:37: Ich meine jetzt gar nicht verbote sondern wirklich auch da lernen und es darauf einstellen und mit diesen neuen Dingen umgehen lernen.

00:46:46: Na dann das gesamte Bildungssystem?

00:46:49: Ganz anderes Thema.

00:46:50: aber kann das so weiter bestehen?

00:46:53: Meines Erachten ist überhaupt nicht!

00:46:54: Hab ich eine Antwort wie's aussehen muss?

00:46:56: Nein Auch überhaupt nicht.

00:46:58: Müssen wir da Tests machen, ausprobieren komplett neue Konzepte entwickeln?

00:47:02: Meines Erachtens ja!

00:47:03: Denn erstens sind wir wahnsinnig ineffizient in der Art und Weise wie wir es vermitteln.

00:47:09: Das wird dreizehn Jahre oder zwölf Jahre eine Schule plus Studium und potenziell Spezialisierung nachmachen.

00:47:16: Promotion?

00:47:17: Ja, Promotion oder bei Ärzten eben noch weitere Zusatzausbildungen?

00:47:23: Das ist Wahnsinn, ja.

00:47:25: Und brauchen wir das Wissen wirklich heute?

00:47:28: Oder morgen, sagen wir es so rum, wenn vieles eigentlich an da ist, wenn wir es nur wissen wie wir's nutzen können oder müssen wir viel mehr Methodenwissen haben, vielmehr Grundlagenwissen und natürlich auch ein Basiswissen-Basisgrundwissen.

00:47:43: aber dass in vielleicht der Hälfte oder Drittel Zeit vermitteln und dann andere Dinge machen und tun und daraus lernen Ja, Fragezeichen.

00:47:54: Wie?

00:47:54: Keine Ahnung... Aber auch da!

00:47:56: Für mich ist es wichtig, dass wir offen sind dafür, das für uns darauf einlassen und Lösungen suchen die neu sind und vor allem nicht dogmatisch sein weil das bringt uns überhaupt nicht weiter.

00:48:06: Es wird sich alles verändern.

00:48:07: Die einzige Frage ist werden wir bereut von der Veränderung und tut's weh oder noch mehr weh?

00:48:10: also wehtun wirds eben.

00:48:12: Tut's nochmal weh als es sein müsste?

00:48:13: oder gestalten wir mir proaktiv und wenn wir proaktive gestalten müssen, müssen wir offen sein

00:48:19: dafür.

00:48:21: Sebastian Schnur, vielen Dank für das Gespräch.

00:48:23: Hat mir richtig Spaß gemacht und danke, dass du dir die Zeit genommen hast!

00:48:26: Ich wünsche dir weiterhin natürlich viel Erfolg mit deiner Beratungstätigkeit, deine Unternehmertätigkeit und deinem grandiosen Buch und freue mich aufs nächste Gespräch!

00:48:37: Vielen, vielen dank für die Einladung und hat Spaß gemacht!

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