#97 - Interview mit Steffen Erhardt - Vizepräsident SICTIC, Angel Investor, Strategic Advisor
Shownotes
🎙️ Shownotes – CapricornConnect Podcast
Gast: Steffen Erhardt Position: Vice President SICTIC | Angel Investor | Strategic Advisor Aufzeichnung: World Economic Forum (WEF), Davos
Über den Gast Steffen Erhardt ist Vice President von SICTIC, der größten Angel-Investor-Plattform der Schweiz. Zuvor war er über 20 Jahre bei Google tätig und begleitete das Unternehmen von der frühen Scale-up-Phase bis zur globalen Organisation. Heute unterstützt er Startups als Angel Investor, Board Member und Strategic Advisor, mit besonderem Fokus auf Go-to-Market, Skalierung und Sustainability.
🎧 Inhalt der Episode In dieser Folge sprechen wir über Angel Investing, Smart Money und die realen Herausforderungen von Gründer:innen, von der Frühphase bis zum Scale-up. Steffen teilt seine Erfahrungen aus Google, dem Startup-Ökosystem und über 10 Jahren als Angel Investor.
Zentrale Themen & Learnings
- Was SICTIC als Non-Profit Angel-Investor-Club macht
- Warum Smart Money wichtiger ist als reine Finanzierung
- Matchmaking zwischen Startups und Investoren ohne Fees oder Equity
- Wie SICTIC jährlich über 130 Startups finanziert
- Typische Herausforderungen von Foundern beim Skalieren
- Chaos vs. Struktur: Wann Startups neue Skills brauchen
- Founder-Rolle vs. CEO-Rolle – wann Loslassen notwendig ist
- Die Bedeutung von Talent, Hiring und Team-Diversität
- Warum diverse Teams messbar erfolgreicher sind
- Angel Investing in der Schweiz im Vergleich zu UK & USA
- Produkt-Market-Fit, Timing und Zahlungsbereitschaft
- Warum Startups scheitern, und warum die Schweiz besser abschneidet
- ESG-, Sustainability- und Deep-Tech-Startups im Fokus
- Exit-Realitäten in Europa vs. USA
- Go-to-Market-Strategien und Ressourceneinsatz
- Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil für Startups
- Persönliche Motivation: Warum Steffen heute Startups unterstützt
Besonders spannend
- Investitionsentscheidungen manchmal in 30 Minuten, warum Erfahrung zählt
- Warum nicht jede Gründer:in CEO bleiben muss
- Der Übergang vom Startup zum Scale-up als kritischer Wendepunkt
- Mindset, Neugier und „Enjoy the ride“ als persönliches Credo
Transkript anzeigen
00:00:00: Steffen Erhardt ist Vizepräsident der führenden Agile Investorenplattform der Schweiz, der SIGTECH, wo Investoren und Gründer sich finden.
00:00:09: Steffen hat über zwanzig Jahre bei Google gearbeitet und ist selber in Tech Startups investiert und hilft auch Startups beim Wachstum mit seiner Expertise als Verwaltungshard.
00:00:20: Wir haben ihn beim Web in Davos getroffen, wo wir darüber gesprochen haben, was die Herausforderungen sind, die viele Gründer haben.
00:00:28: Warum scheitern viele Gründer?
00:00:29: und auch die Herausforderungen beim Firmenverkauf und wie Steffen Unternehmen hilft, selber mit seiner Rolle als Verwaltungsrat.
00:00:37: Steffen Erhard, du bist Vizepräsident von Siktik, hast über zwanzig Jahre bei dem Tech-Giganten Google gearbeitet, hilfst jetzt vielen Firmen beim Wachstum als Strategic Advisor.
00:00:50: Erzähl doch mal den Zuschauern, was macht Siktik.
00:00:54: Also wir bei Cyklix sind der größte Ancient Investment Club in der Schweiz und wir helfen Schweizer Startups das Early Funding zu bekommen.
00:01:02: Wir sind selbst Non-Profit und machen den Fokus auf das Matchmaking.
00:01:06: Startups kommen zu uns aus allen Industrien und wir nehmen denen eben keine Gebühren oder Equity weg, sondern haben eine Community von Investoren, also die, die das Geld haben, die den Zugang suchen.
00:01:20: Wir sehen zu ziemlich jedes Start-up, dass mehr Schweiz aufkommt und versuchen, eben den Investoren die interessanten Opportunities aufzuzeigen.
00:01:29: Da konnten wir letztes Jahr in der Schweiz über hundertreißig Start-ups dann finanziell auch mit der Community helfen, dass sie loslegen können.
00:01:36: Wow, das ist also ein Matchmaking, ihr investiert nicht proaktiv.
00:01:39: Das heißt, es scheint ja auch ein großer Bedarf bei den Early-Stage-Start-ups zu sein, die geeigneten Investoren zu finden.
00:01:46: Ist das so deine Erfahrung dann auch?
00:01:47: Absolut, absolut.
00:01:48: Und ich sage mal, was in der Definition von dem Ancient Investor auch eine wichtige Rolle spielt, ist ja nicht nur der reine finanzielle Aspekt, sondern dass man Smart Money reinbringt.
00:01:57: Und das ist gerade in Early Stages für viele Start-up besonders interessant und gut, weil sie suchen nicht nur Geld, sie suchen Zugang zu potenziellen Kunden, potenziellen Highers und anderen Thematiken.
00:02:10: Da kann ein Angel mit seinem Commitment, was auch dem Start-up gibt, weil er investiert ist ein eigenes privates Geld, viel, viel weiterhelfen und die ganze Wachstumsphase deutlich beschleunigen am Anfang, bevor institutionelle Investoren wie sie seine Rolle spielen.
00:02:27: Und Steffen, ihr helft ja dann auch Investoren, also bei einem strukturierten Prozess, wie man überhaupt, also nehmen wir mal, du bist ein Unternehmer, hast ein Unternehmen für... Und jetzt möchtest du das Geld zum Arbeiten bringen und selbst investieren.
00:02:43: Wäre ich dann jetzt zum Beispiel auch geeignet für so was?
00:02:46: Absolut.
00:02:47: Also es gibt viele, die zu uns kommen, die auch neu bei dem ganzen Thema sind.
00:02:51: Und eine uns Hauptaktivitäten ist Erhundung, Education.
00:02:54: Wir haben ein Academy-Programm, wo wir vor allem Investoren, aber auch Startups erläutern, was es denn bedeutet, in Startups investieren.
00:03:03: Und für Investoren bedeutet es beispielsweise, was bedeutet IP bei einem Start-up Investment?
00:03:09: Wie kann man das bewerten einschätzen?
00:03:11: Was sind stöllige Konsequenzen, wenn man Start-ups investiert?
00:03:15: Oder auch Start-ups aufzeigt, wie denkt ein Angel Investor, wie kann man Investment-Ready eine Session, die wir regelmäßig machen?
00:03:23: Und das führt dazu, dass das Ecosystem viele neue Investoren noch generiert.
00:03:29: Und das nach zehn Jahren, die wir existieren, sehen wir langsam, dass sich das auszahlt.
00:03:34: Weil im Vergleich zu UK oder auch USA haben wir prozentual gesehen noch vier zu wenig Ancient Investoren.
00:03:40: Und das ist ein Thema, das für uns ganz wichtig ist.
00:03:43: Und es ist ein europäisches Thema auch, wo man deutlich mehr bräuchte, um Innovationen zu unterstützen.
00:03:48: Weil das ist die Zukunft der Wirtschaft, sage ich immer.
00:03:50: Und da müsste noch viel mehr passieren.
00:03:51: Das
00:03:52: ist auch viel Unterschiede zwischen mehr Investmentkultur
00:03:54: für Europa
00:03:55: und... USA.
00:03:56: Ganz genau.
00:03:57: Steffen, dann nochmal eine Frage.
00:03:58: Du bist ja von einem Tech-Diganten.
00:04:00: Bist du dann in die Start-up-Welt dann auch getaucht und hast da selber investiert?
00:04:05: Schreibe doch mal den Weg.
00:04:07: Wie war das denn
00:04:07: so?
00:04:09: Ich sag mal so, ich hatte das Glück, bei Google sehr früh dabei zu sein.
00:04:12: War knapp zwanzig Jahre dabei und war eine der ersten Account Manager in Europa mit gewesen.
00:04:19: Und das war eine ziemlich verrückte Reise.
00:04:21: Also da hat man am Ende des Tages so einen Art Scale-Up-Status gehabt und ist dann zum Konzern geworden.
00:04:27: Und bin relativ früh in die Produktseite dann reingerutscht, war einfach faszinierend.
00:04:33: Die ersten Tage von Gmail und Google Maps, da bin ich unglaublich dankbar, dass ich das miterleben konnte und war dann sehr schnell in der Commercialisierungsthematik drin, bevor es Richtung Go-to-Market-Strategie ging, dann auch schnell nicht nur Dach oder Deutschland, sondern auch über Europa und mittlere Osten hinweg kommt.
00:04:52: Eine der spannendsten Zeiten, die ich hatte, war die Internationalisierung von Google, wo man Offices aufgemacht hat in anderen Ländern und von Johannesburg bis nach Kiev bis nach Dubai.
00:05:04: Und ja, für Google offiziell das erste Mal in manchen Ländern war.
00:05:09: Das war eine sehr, sehr spannende Zeit.
00:05:10: Und die Sachen, die ich dort gelernt habe, da bin ich unglaublich bedankbar, weil du hast mit unglaublich vielen smarten Leuten zu tun gehabt, die viele tolle Sachen gemacht haben und bin dann in die Schiene reingerutscht, was Google mit Startups so macht.
00:05:25: Und habe dann die Initiative aufgesetzt gehabt, Startup X, die gibt es, glaube ich, noch immer bei Google, aktuell, die die ganzen Startup-Teams in Google verbindet.
00:05:35: Und es gibt über dreißig Teams, die irgendwie mit Startups was zu tun haben.
00:05:39: Und die waren nicht mal bestens koordiniert.
00:05:41: Und da habe ich als Teil des Strategie-Teams das Versuch, zusammenzubringen.
00:05:45: Und da bin ich nicht begeistert worden für den ganzen Start-up-Themen und dem Ecosystem, was da passiert.
00:05:51: Und ja, dann hat man das erste Mal größeren Kontakt und regelmäßigen Kontakt mit Gründern gehabt.
00:05:56: Und das hat mich einfach unglaublich fasziniert, die Energie, die... Die Idee, ich will was machen und was Großes aufbauen, finde ich immer auch heute noch unglaublich inspirierend, trotz aller Sachen, die dagegen vielleicht sprechen.
00:06:11: Was da Leute bewegt haben, ist unglaublich spannend.
00:06:16: Die ganze Ecosystem-Thematik ist auch grundsätzlich für mich ein spannendes Thema, weil ich einfach grundsätzlich neugierig bin und interessiert bin in allen möglichen Thematiken.
00:06:26: Und da konnte ich das ja bei Google ein bisschen mit ausleben.
00:06:29: Bin dann die letzten Jahre in das Thema Sustainability Development Goals reingerutscht oder Projekt-二-zig-dreißig, wie es bei Google heißt.
00:06:38: Und da hat Google Start-ups unterstützt, in den SDG Sustainability Bereich Zugang zu Google-Ressourcen zu bekommen.
00:06:46: Für Mentoring, für Demo-Days, für was auch immer.
00:06:50: Und das war für mich dann so eine der Punkte, wo Google dann, ich glaube, über hundred-achtzigtausend Mitarbeiter schon hatte, deutlich corporate geworden ist mit den voren Nachteilen, die das mit sich bringt.
00:07:00: Und dann gesehen habe, in dem Bereich ist Europa unglaublich gut unterwegs.
00:07:04: Die Start-ups, die ich in Europa gesehen habe, fand ich unglaublich spannend.
00:07:08: Hab dann auch mit der Schweiz mehr gemacht und ich gedacht habe, nach zwanzig Jahren ist, glaube ich, mal gut.
00:07:14: Ich bin unglaublich dankbar dafür, was ich dort gelernt habe, Leute, die ich kennengelernt habe.
00:07:19: Aber das Tempo nach zwanzig Jahren kann man auch ein bisschen mal vielleicht entschleunigen, vor allem auch weil ich einen kleinen Jungen habe, den ich sehen wollte über im Meer.
00:07:29: Bin ich viele Jahre Vierfnieger gewesen, dass man einfach dann ein bisschen lokaler denkt.
00:07:35: Und das Ecosystem besser versteht.
00:07:37: und da hat sich die Opportunity mit Zick-Dick ergeben.
00:07:40: Nicht gleich, habe erst mal ein paar Monate Auszeit genommen und mich auch umgeschaut, gerade bei den ganzen Sustainability-Thematiken gibt es unglaublich spannende Start-ups im allein im züricher Großraum oder in der Schweiz, wo ich denen dann auch erst mal ein bisschen mit geholfen habe, um zu schauen, hey.
00:07:57: Wie kann man diese Unternehmen vielleicht größer machen?
00:08:00: Ich glaube, da hat mein kleiner Junge auch eine kleine Rolle mitgespielt, so wo man gesagt hat, was will man Ihnen eines Tages mal erzählen, ob man nur ein Advertising oder Cloud-Thema den gearbeitet hat oder einfach ja, versucht die Welt ein bisschen besser zu machen.
00:08:12: Hört sich sehr klich schärft an, aber... ... hat schon eine Rolle auch mitgespielt.
00:08:15: Ja,
00:08:16: aber Sinnhaftigkeit natürlich dabei ist.
00:08:18: Genau.
00:08:18: Und jetzt hast du halt die Möglichkeit ... ... deinen Wissen, jahrelangswissen, was du ... ...
00:08:22: und die Fahrung
00:08:23: und Beziehung ... ... kannst du jetzt mit den ... ... Wachstumsunternehmen noch verknüpfen.
00:08:27: Ja.
00:08:27: Ich finde ich super.
00:08:28: Stefan, ich hatte noch eine Frage.
00:08:29: Was sind denn zum Beispiel die Herausforderungen, ... ... die Gründer haben bei der Skalierung, ... ... gerade wenn es dann so ins Wachstum, ... ... man verdient jetzt langsam auch Geld, ... ... Druck läuft und jetzt möchte man es aber natürlich ... ... groß machen.
00:08:41: Was sind deine Erfahrungen?
00:08:42: Ja.
00:08:42: Also
00:08:42: ich habe ... Ich habe eigentlich relativ früh die Erfahrung damals schon bei Google gemacht, dass man muss in den verschiedensten Phasen von einem Start-up bis zu einem großen Unternehmen wird einige Schritte durchlaufen.
00:08:53: Also ich weiß bei Google, wo ich angefangen habe, gab es viele Entrepreneur-Mindsets, die machen sich bewegen und ... Es war noch wenig Koordination und irgendwann kommt so eine Welle, sage ich mal, fast von Consultants rein, die Sachen strukturieren können, Prozesse aufsetzen können.
00:09:09: und das ist auch notwendig, weil wenn man wirklich skalieren muss, Bedarf ist andere... Ich sage mal Talente, die das Unternehmen aufsetzen für die Zukunft.
00:09:18: Und ich sage jetzt nicht komplett ersetzen, nur mit solchen Leuten, aber sie spielen eine wichtige Rolle.
00:09:23: Und da habe ich einige Scale-Ups gesehen, die das nicht hinbekommen, die das Chaos dann nicht in den Griff bekommen.
00:09:29: Und da kann schnell ein Unternehmen auch mal scheitern.
00:09:32: Da hat es einen typischen Plateau-Effekt, wo man dann schauen muss, kriegt man die Kurve und kriegt wieder ein organisches Wachstum hin oder nicht.
00:09:40: und das Talent, Hiring, ein unglaublich wichtiges Thema.
00:09:44: Und da muss man die richtigen Leute finden und nicht nur die, sag ich mal, die einem selbst sehr ähnlich sind.
00:09:51: Man hat immer so schön auch gesagt, Leute einstellen, die besser sind als man selbst für den jeweiligen Zeitpunkt, dass man als Gründer auch weiß, ich bin jetzt beispielsweise nicht mehr der richtige CEO.
00:10:01: dass man da viel mit anderen Platz macht.
00:10:04: Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
00:10:06: Und natürlich auch die finanzielle Unterstützung.
00:10:08: In Europa ist es leider noch immer eine große Challenge.
00:10:11: Early Stage Start-ups, wenn man ein gutes Teamidee hat, bekommt man Zugang zu Geld.
00:10:15: Bei größeren Scale-Ups ist das leider kein gegeben.
00:10:19: Hast du es schon erlebt, dass der CEO oder der Gründer dann nicht loslassen konnte?
00:10:25: Definitiv, definitiv.
00:10:27: Ich sage mal, was man als Gründer unbedingt haben soll, ist ein Faktor, dass man ein Profil haben sollte, wo die Leute mit einem arbeiten wollen.
00:10:34: Egal welche Backgrounds, dass der Leute motivieren kann, anziehen kann, da muss ja nicht zwangsläufig der CEO für sein.
00:10:43: Aber das ist ja quasi so.
00:10:44: die Seele, das Herz ist für die Firmenkultur auch die Visionen.
00:10:51: durchaus mit verpacken kann.
00:10:53: Und da gibt es einige Fälle, wo es dann eben der CEO, der ist der, der Macht und Execution fokussiert ist und klar, die Wirschen mit dem Gründer auch zusammen hoffentlich teilt.
00:11:04: Aber da gibt es gute Möglichkeiten, dass man das auch außerhalb der rein CEO Rolle machen kann.
00:11:09: Stefan, mich würde mal interessieren, bevor du in eine Firma investierst, was muss gewährlastet sein?
00:11:15: Wann trigger dich eine Firma, denkst du, hey.
00:11:18: Da gehe ich jetzt rein.
00:11:19: Ja, da
00:11:19: haben Investoren verschiedenste Ansätze.
00:11:21: Ich sage mal aus der reinen Angel-Perspektive, ich bin selbst auch Angel Investor, gibt es ein paar Punkte, die für mich wichtig sind als andere.
00:11:29: und es gibt einige in Angel Investoren, die machen eine detaillierte Due Diligence und schauen sich alles möglich an.
00:11:35: Wenn man viele Investments gemacht hat, kommt auch so ein Bauchgefühl mit rein.
00:11:39: Aber ich sage mal grundsätzlich wichtige Faktoren wären, kenne ich mich mit dem Thema aus, verstehe ich das eigentlich.
00:11:45: So Life Science, Biotech.
00:11:47: Bin ich weit weg?
00:11:47: Ist vielleicht für mich nicht unbedingt so ein Thema, kann ich schwer einschätzen.
00:11:51: Gründer, ist das jemand, der entleute anziehen kann oder nicht?
00:11:56: Hat der ein Verständnis und ein Awareness von Blindspots?
00:12:00: Versuchte alles selbst zu machen oder holte sich die richtigen Leute ran, die ihn vielleicht besser helfen können und auch schneller?
00:12:08: Wie sieht einfach ganz strukturell?
00:12:10: das Cap-Table aus, ist das einfach voll mit, keine Ahnung, Bruderschwester, die Webseite gebaut haben, die vielleicht Buchhaltung machen oder ist es wirklich ausgelegt für die Zukunft.
00:12:22: Ist das Team auch divers?
00:12:24: Ich würde jetzt zum Beispiel in keinem Team investieren, wo man sagt, das sind jetzt nur drei Deutsche oder drei Franzosen, drei Schweizer, alle männlich zwischen zwanzig und dreißig.
00:12:36: ist für mich kein Team für einen Erfolg.
00:12:40: Vor allem wenn man ein Investment macht, hat man internationale Aspirations und da bedarf es von meiner Warte her.
00:12:48: Von Anfang an ein diverses Team, Alter von Background, Business, Engineering bis hin zu auch den Gender-Thema, den sage ich mal, vor allem für das Wachstum international ist das unglaublich wichtig.
00:13:03: Und ich habe eben gesehen, das hat nicht meinem alten Job, hatten wir den Research auch gemacht, dass diverse international strukturierte Teams dann einfach erfolgreicher sind.
00:13:15: Das sind so einige der Punkte, die für mich ganz wichtig sind.
00:13:19: Und dann bändestag ist auch eine Art Wettung.
00:13:21: Kenne ich den Gründer vielleicht persönlich oder kann jemand, der ihn kennt, ihn einschätzt, eine Person, der ich vertrauen sagen kann, ja, der könnte das hinbekommen oder nicht.
00:13:31: Das sind so einige der Punkte.
00:13:33: Also ich habe manchmal auch spontan eine Entscheidung getroffen, wie man es zu einem Investment innerhalb von, ja, einer halben Stunde.
00:13:40: Muss
00:13:40: ich
00:13:41: sagen, das passt.
00:13:46: Wie kam es dann raus?
00:13:46: War das dann die richtige Entscheidung?
00:13:48: Das wird sich mit der Zeit entzeigen.
00:13:51: Ich bin circa zehn Jahre unterwegs mit Angel Investments und habe auch schon einige Exits gesehen und es bestätigt einige der Sachen, die ich gemeint habe.
00:14:00: Nichts um zu investieren, was man nicht kennt.
00:14:03: Ich habe Lifescience und Start-up Investments gemacht.
00:14:05: die nicht so gut gelaufen sind und die, die gut gelaufen sind, die waren dann im Bereich nicht besser verstehe.
00:14:11: Aber das ist auch eine Lernkurve, die jeder, der das Thema ernsthaft angehen möchte, durchgehen muss.
00:14:17: und es gibt am Ende des Tages verschiedenste Philosophien.
00:14:20: Es gibt Leute, die sagen, I just want to give back.
00:14:23: Ich habe jetzt meine Karriere beendet, habe ein bisschen Geld und möchte in verschiedensten Teams und Thematiken helfen, andere wollen auch einfach nur lernen.
00:14:33: Deswegen habe ich zum Beispiel auch viele Advisorrollen bei Sustainability Startups, die ich nebenher mitmache, weil ich einfach nah an einem Gründer dran sein will und schauen möchte, wie kann man einen Sustainability Startup größer bekommen, was deutlich schwieriger ist als in vielen anderen Sektoren.
00:14:49: Und da gibt es nicht nur die reine finanzielle Motivation.
00:14:54: Steffen, ich würde auch gerne mal über die Zahlen der, also die Success-Rate sprechen, also der Erfolgsgrad von Start-ups, die ist ja jetzt nicht so riesig hoch, ja?
00:15:03: Man sagt ja ungefähr das bei neunzig Prozent, also scheitern.
00:15:07: Was denkst du, gibt es so ein Muster, warum Start-ups scheitern?
00:15:13: Als erstes neunzig Prozent scheitern... Das kann man zum Beispiel in der Schweiz überhaupt nicht sagen.
00:15:18: In der Schweiz ist es deutlich, deutlich geringer, die Zahn-Stardubs, die scheitern.
00:15:23: Es gibt sogar einen ETH-Spin-off.
00:15:25: Ich glaube, die Zahl war, achtzig Prozent der Start-ups von einem ETH-Spin-off sind nach fünf Jahren noch existent.
00:15:33: Der Schweiz allgemein nicht ganz so groß überall.
00:15:36: Definitiv nicht, weil die ETH ist schon sehr speziell.
00:15:39: Aber deutlich höher als der EU-Durchschnitt.
00:15:41: Im Deutschland ist, glaube ich, die Erfolgsrate dreimal geringer von einem Start-up zu überleben als in der Schweiz.
00:15:46: Und dann macht die Schweiz viele, viele Sachen wichtig.
00:15:49: Die Faktoren, die da eine Rolle spielen, sind vielfältig.
00:15:52: Es ist definitiv finanzielle, bekommt man Funding oder nicht.
00:15:57: Timing macht manchmal auch eine Rolle, die das Ganze vielleicht als zu früh erachten.
00:16:05: Product Market Fit, ganz, ganz wichtig.
00:16:07: Das ist ein Schweizer, aber auch ein europäisches Thema, wo viele Start-ups dann scheitern.
00:16:12: Ich sage mal so schön, ist das eine... Medizin, die man entwickelt, oder ist es ein nice-to-have-schöneres Produkt?
00:16:20: Beauty Cream, sage ich mal.
00:16:21: Und man möchte eher die Medizin sein, wo wirklich die Leute bereit sind.
00:16:24: Ich brauche das unbedingt.
00:16:25: Ich möchte das haben und auch eine Bereitschaft dafür haben, das zu zahlen für die Services, für das Produkt.
00:16:32: Und da muss man definitiv einen guten Fit hinbekommen.
00:16:40: Sonst kann man da relativ schnell scheitern.
00:16:42: Das sind einige der Faktoren, die da eine ganz wichtige Rolle spielen.
00:16:47: Talent, richtige Leute ist auch unglaublich wichtig.
00:16:50: Founder-Clash gibt es sehr, sehr häufig.
00:16:53: Und dann auch externe Faktoren.
00:16:56: Wenn man eine ISG-Start-up investiert hat vor einem Jahr, das Ecosystem wurde durch Trump und Co.
00:17:02: fast platt gemacht.
00:17:05: Von einem Tag auf den nächsten mit einem Omnibus-Launch von der EU.
00:17:08: Das sind
00:17:10: viele draufgegangen.
00:17:12: Ich habe in einem Start-up investiert, die hat eine kurze Zeit bis zu twenty-fünf Leute aufgebaut und dann ist der Markt komplett weggebrochen.
00:17:20: Oder auch wenn man ein Israel-Start-up investiert, die Geopolitik spielt eine Rolle, wenn auf einmal die Gründe in den Krieg ziehen müssen oder eingezogen werden, was de facto auch bei einem der Investment passiert ist.
00:17:33: Ja, dann ist das Start-up.
00:17:35: Erledigt, sage ich mal.
00:17:37: Und am Ende des Tages von Angel Investor bedeutet das dann halt auch so abzuwägen, wie hoch ist meine eigene Risikobereitschaft.
00:17:44: Und viele Investoren investieren dann eher auch lokal, wo sie sagen, hier verstehe ich Legal, Taxation, Infrastruktur und alles, was dazugehört.
00:17:52: Während andere sagen, ich bin der Risikobereiter und investiere auch in andere Thematiken.
00:17:56: Ich investiere beispielsweise auch in Afrika.
00:17:59: Mir ist das relativ egal.
00:18:01: Überall, wo ich glaube, das ist eine großartige Idee, aber das sieht jeder Anders hin.
00:18:06: Also Product Market fit wichtig, dann die richtigen Leute.
00:18:10: Das denke ich ist vielleicht so ein roter Faden, der durchzufahren.
00:18:14: Absolut.
00:18:14: Vor allem auch von Early Stage zu Scale Up ist noch mal ganz andere
00:18:17: Leute.
00:18:18: Du
00:18:18: bist so einer größeren Organisation.
00:18:20: Genau, das ist ein europäisches Problem und die Schweiz hat das auch sehr hoch auf ihre Fahne geschrieben.
00:18:25: Also Initiativen wie Deep Technicians Switzerland oder auch Kantonale Efforts wie von Innowau und so weiter wissen ganz genau, da hapert es noch in der Schweiz.
00:18:37: Wir haben ja sechsundfünfzig Unicorns schon in der Schweiz.
00:18:39: Das sind schon relativ viele.
00:18:41: Seit wann haben wir
00:18:42: sechsundzehn Jahre?
00:18:43: In den letzten zehn Jahren.
00:18:45: Ja,
00:18:46: kann man googeln.
00:18:47: Das hat der Thomas von unserer Organisation einen schönen Oneslider zunangestellt.
00:18:51: Warst du bei
00:18:52: einem beteiligt?
00:18:53: Ich wünschte, ich wäre nur bei einem beteiligt gewesen.
00:18:56: Nein, nein, nein.
00:18:57: Aber die Geschichten sind schon da.
00:19:01: Aber da können es viel, viel mehr geben.
00:19:02: Und es gibt eine schöne Pipeline, wie es heißt, so schönen Zunikons, die in der Schweiz das Potenzial haben.
00:19:08: Und da versuchen natürlich viele Leute im Ecosystem.
00:19:12: Da sind ja nicht nur wir, wir sind als Angel.
00:19:14: Investor Club Damai, aber es gibt ja auch die InnoSwiss mit Grants, die Swiss Start-up Association.
00:19:20: Da gibt es ja viele Player im Markt, die eine wichtige Rolle spielen, um ein Start-up erfolgreich hinzubekommen.
00:19:25: Und da die Schweiz sehr gute Rahmenbedingungen.
00:19:29: Steffen, du warst ja auch schon involviert bei Firmenverkäufen.
00:19:32: Was sind denn so da die Herausforderungen, wenn man seinen Start-up jetzt verkauft an anderen Investoren?
00:19:37: Ich glaube, ein paar Erfahrungsbrüche.
00:19:40: Die Challenge, ein Start-up zu verkaufen, ist in Europa ein bisschen größer als in anderen Ländern wie den USA oder auch in der UK.
00:19:48: Es ist natürlich die Frage der Bewertung, was eine faire Bewertung, eine ganz, ganz große Thematik, die immer wieder diskutiert wird, wie ein Exizzenario ausschaut, wann ist der Payout für den Gründer, wie lange soll der Gründer dabei sein, was sind die Bedingungen, die dazu gehören, die eine große Challenge sind.
00:20:06: Und du hast einfach auch leider die Realität in Europa, das Corporate, nicht... viel Start-ups kaufen, weil sie immer wieder Challenges haben, die in ihre Hauptoperation zu integrieren.
00:20:18: Und das hat leider nicht den Stellenwert, wie zum Beispiel in den USA der Fall ist, wo man sagt so, hey, als Corporate, ich kann gut viele Sachen in der Innovation vorantreiben, aber de facto hat man in Europa dann schwereren Stand, einen guten Exits in den Unternehmen hinzubekommen.
00:20:39: die dann eigentlich davon sehr viel profitieren würden.
00:20:42: Es ist ein bisschen strukturell gegeben.
00:20:43: In einigen Bereichen ist es besser als andere, wenn man ein Pharma unterwegs ist.
00:20:47: Da gibt es eine ziemlich klare Exit-Richtung, die man sehen kann.
00:20:52: Aber bei vielen anderen ist es dann schwierig.
00:20:55: Und vor allem dann auch bei den Bewertungen, wo dann Corporates sagen, so, hey, das EI-Star, das ist es definitiv nicht wert, mit dem wir Bewertungen angehen, weil Rupa dafür konservativer ist im Allgemeinen.
00:21:07: Aber ja, dann... Kriegt man es dann in haus vielleicht auch nicht hin und dann ist die opportunity vorbei.
00:21:13: Ja gibt es einige
00:21:14: Sachen.
00:21:14: Steffen du unterstützt ja auch firmen als strategic advisor in der wachstumsphase.
00:21:20: Was machst du da genau?
00:21:22: Ich sag mal dort versuche ich den an dem zu helfen.
00:21:26: wo ich die Erfahrung habe.
00:21:27: Ich habe ein Investorennetzwerk von der Venture Capitalist-Seite, das sehr groß ist, was hilft, den Start-ups-Zugang einfach zu bekommen.
00:21:37: Und ich hoffe eben besonders, dass es den Willen die Start-ups sehr, weil ich weiß, die ist sehr schwer haben, Geldzugang zu bekommen.
00:21:43: Go to Market!
00:21:44: Strategie habe ich viele, viele Jahre gemacht.
00:21:47: Wie kann man ein Produkt Richtung Product Market für am Ende des Tages in den Markt bringen?
00:21:52: Und wie sollte man sich strategisch aufstellen?
00:21:55: Also auch wirklich von Ressourcenplanen, welche Headcounts braucht man wirklich?
00:21:58: Welche kann man sich leisten?
00:22:00: Was könnte die Richtung sein?
00:22:02: Das sind so die Thematiken, wo ich dann eher mit involviert bin, weil ich eben die Erfahrung habe und es gesehen habe, wie man es machen kann.
00:22:10: Firmenkultur ist auch ein Thema.
00:22:12: Da war Guglia dafür sehr bekannt, das aufzubauen.
00:22:15: Es war eine der Volksrezepte, dass die Firma so groß und erfolgreich geworden ist.
00:22:20: Und da kann man schon mit relativ einfachen Sachen viel bewegen.
00:22:25: Wie wichtig
00:22:25: ist denn die Kultur, gerade so eine Anfangsphase?
00:22:27: Unglaublich wichtig, weil an einem Start-up... Was kann ein Startup bieten im Vergleich zu... Man arbeitet in Zürich, da gibt es Google, da gibt es Apple, da gibt es was auch immer für Firmen, die natürlich super spannend sind und auch sehr, sehr viel an Gehalt oder Aktienoptionen bezahlen.
00:22:44: Und die Startups, ja, wenn sie das Talent haben wollen, die können mit Aktienoptionen natürlich vielleicht Leute interessieren.
00:22:53: Aber de facto ist es ein Gründer mit einer großen Vision, der sagt so, hey, Bei mir kannst du was aufbauen und auch schnell, was du in einem großen Unternehmen nicht könntest.
00:23:05: Und das ist, glaube ich, wo man dann Leute bekommen kann, weil man, ich sag mal, so ein Pool bildet an Leuten, die einen Drive haben, die spannend sind, mit denen man gerne zusammenarbeiten möchte.
00:23:16: Und dadurch kann man eine Art Teamkultur aufbauen, wo die Leute dann auch die extra Meile gehen, wie immer so schön gesagt oder im englischen Raum.
00:23:26: Und am Ende des Tages wird man mehr arbeiten bei einem Startup, weil man hat gegen viele Windmühlen zu kämpfen am Anfang.
00:23:35: Und da gibt es viele Achterbahnfahrten, die man durchleben muss.
00:23:39: Und das ist dann schon für ein Startup ganz, ganz wichtig, dass man da durchhält.
00:23:44: Das heißt, man kann Talente auch anziehen mit einer großartigen Vision.
00:23:48: mit den Verantwortlichkeiten,
00:23:50: die man vielleicht im Konzern dann nicht bekäme.
00:23:53: Absolut.
00:23:53: So kann man dann auch punkten.
00:23:55: Steffen, zum Abschluss hätte ich noch eine Frage, auch ein bisschen mehr, damit unsere Zuschauer dich persönlich ein bisschen besser kennen.
00:24:01: Was würdest du, wenn du jetzt eine Wahl hättest, zum Beispiel eine Superpower dir zu nehmen?
00:24:06: Ist eine Frage, die ich auch immer gerne stelle.
00:24:07: Welche würdest du dir auswählen?
00:24:11: Du verlässt jetzt Davos.
00:24:12: Und neben meinen Superpowern, die du jetzt schon hast, welche würdest du dir zusätzlich auswählen, wenn du wundfrei hättest?
00:24:20: Alles zu lesen, was über AI gerade passiert.
00:24:24: Oh, ich bin eine Challenge, ich habe, ich bin neugierig über alle möglichen Thematiken.
00:24:29: Und ob das jetzt zum Robotics ist, über Live-Science, was auch immer.
00:24:33: Die Informationen, ja, wirklich... zu verarbeiten und wahrzunehmen, was alles da draußen passiert.
00:24:42: Und dass man damit was machen kann, dass die Welt einen besseren Platz macht, sag ich mal.
00:24:49: Ich glaube, jeder, der Kinder hat sich das dann relativ ähnlich, dass man, ja, es hört sich sehr klischeehaft an, aber man möchte den Kindern schon eine Welt hinterlassen, in der man ein gutes Leben führen kann.
00:25:00: Und da gibt es viel Arbeit, was man dann machen könnte.
00:25:03: Und wenn man damit seinem Wissen
00:25:05: ...
00:25:06: Nicht nur das für sich anhäuft, sondern auch was umsetzen kann, da hoffe ich immer noch, dass ich da mehr machen könnte.
00:25:13: Egal jetzt in welchem Bereich das sein könnte, de facto jetzt habe ich mehr Startups, das schafft Jobs, das schafft Innovation.
00:25:21: kreiert eine Wirtschaft der Zukunft, dass man aber da noch einen größeren Hebel hat.
00:25:26: Das ist definitiv für mich eine der Motivationen, morgens aufzustehen.
00:25:30: Und ja, da möchte man sich gerne klonen und ja, mehr machen.
00:25:34: Wundersteffensklon, das ist doch super.
00:25:38: Dann weitere Frage ist, wenn du dir jetzt eine Autobiografie kaufen würdest oder vielleicht eine gewisse Eigenschaft, die du bewunderst an einer berühmten Person, die man so kennt.
00:25:47: Welche wäre das?
00:25:49: Also grundsätzlich, es gibt ein paar Faktoren, die ich ganz interessant finde.
00:25:52: Ich hatte einmal ein Manager gehabt, der hat auch ein sehr berühmtes Buch geschrieben über Happiness und der hatte eine unglaublich positive Ausstrahlung gehabt die ganze Zeit.
00:26:02: Die fand ich immer unglaublich inspirierend und selbst wenn jetzt er hat eine Präsentation über ein Thema zu halten, die Technik funktioniert nicht, er konnte einfach das Publikum fesselnd für eine Stunde lang mit persönlichen Geschichten mit einer positiven Aura, das finde ich unglaublich faszinierend.
00:26:18: Und eine der Faktoren, die dann eine Rolle gespielt hat, sind einige Punkte, die ich von ihm gelernt habe, zum Beispiel, you can always ask.
00:26:27: Man hat nichts zu verlieren.
00:26:29: Klar, vielleicht gibt es dann häufiger mal nein für irgendwas, aber das ist etwas, wo ich mir immer wieder auch sag, so, hey, einfach mal fragen oder auch andersrum, you can always apologize afterwards.
00:26:39: Es ist eine Philosophie, passt nicht immer, aber in einigen Punkten, wenn man, sag ich mal, so ein paar Sachen disrupten will, kann das auch sehr, sehr interessant sein.
00:26:51: Ja, genau.
00:26:52: Ja, ja, also so, dass man selbst mit sich auch nicht zu hart ins Gericht geht, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt und auf sich selbst achtet auch, sag ich mal, weil nur wenn man sich selbst wertschätzt und achtet, kann man auch das mit anderen.
00:27:08: Am Ende des Tages gehen wir nicht allein durchs Leben.
00:27:11: Wir brauchen Leute um sich drumherum, die motivieren, begeistern, helfen in schwierigen Zeiten, egal, ob das auf Arbeit ist, im Privatleben.
00:27:24: Und das ist ganz, ganz wichtig.
00:27:26: Das fällt
00:27:26: mir gut.
00:27:27: Abschlussfrage stellen.
00:27:28: Gibt es ein Credo, ein Leitsatz, vielleicht ein Mission Statement, nach dem du lebst?
00:27:34: Das sind einige der Punkte, die ich gerade gemeint habe, die da eine wichtige Rolle spielen.
00:27:38: Enjoy the ride.
00:27:40: Das sind einige der Punkte, die ich mir manchmal auch versuche, zu vergewissern und auch mal zu reflektieren.
00:27:48: Wenn man die Zeit, die ich bei Google war als ein Beispiel, wenn man dann einmal gerade was Verrücktes erlebt, dann einfach mal so wirklich da sitzen und so, wow, das ist total verrückt.
00:27:58: Oder jetzt hier in Davos.
00:28:01: Ich bin jetzt schon ein paar Jahre hier da gewesen, weil dann sitzt man auf einmal an dem Tisch und nebenan sitzt ein Bill Gates.
00:28:08: Und dann kommt wieder der Punkt so, you can always ask and get in contact with him.
00:28:12: Und dass man solche Sachen dann einfach mal bewusst wahrnimmt, dieses Mindfulness, kann man vielleicht auch sagen, was um einen drin herum passiert.
00:28:23: Und nicht einfach nur von einem Termin zum nächsten Herzen und einfach mal so reflektieren, hey, das ist einfach toll, was gerade passiert.
00:28:31: Und das kann ich nur jenemals Herz legen.
00:28:35: Das ist definitiv was Wichtiges, was mir auch sehr persönlich weiter hilft.
00:28:40: Stefan Erhardt, vielen Dank für das Gespräch.
00:28:41: Es hat wirklich Spaß
00:28:42: gemacht.
00:28:43: Hat mich gefreut.
00:28:43: Ich wünsche dir
00:28:44: weiterhin
00:28:44: noch eine gute Zeit hier in Davos
00:28:46: und hoffe ich bin bald.
00:28:48: Bis bald.
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